Alles Banane? Beginne mit dem Warum!

Oktober 19th, 2015

Hast Du manchmal auch Lust alles hinzuschmeißen? Irgendwie fühlt sich alles’Banane’an, aber Du kannst den Finger nicht ganz drauflegen? Dein Beruf oder Deine (Lebens-)Aufgabe fühlt sich mechanisch und hohl an. Das, was Dich mal bis in die letzte Faser Deines Seins motiviert hat scheint wie weggeblasen?

Im Folgenden möchte ich Dir gern eine Übung vorstellen, die das mit einer Frage ändern kann! Ich erzähl’ Dir kurz wie ich dazu kam.

Sunday morning.
Es ist Sonntag morgen und ich hatte Lust mir einen TED Talk anzuschauen. Kennst Du Ted Talks? Manchmal gibt es hier humorvolle und inspirierende Vorträge von ganz unterschiedlichen Menschen: Autoren, Wissenschaftler, Frauen die sich trauen oder einfach Menschen die Lust haben, die Welt und das Leben besser und tiefer zu verstehen. Schau mal hier (click): Ted Talks.
Ich mag es, mir die Ideen anderer Menschen, auf die ich nie kommen würde anzuhören. Vor allem dann, wenn ich wieder mal vergessen habe über meinen Tellerrand hinauszuschauen, mir meine Welt extrem mechanisch und eng vorkommt und ich mich, während ich nur um meinen eigenen Nabel kreise, tatsächlich noch frage: Warum?
Ich liebe auch die Ideen, mit denen ich mich total gut identifizieren kann, denn manchmal tut es einfach saugut zu wissen, dass man nicht allein ist: ” Ja, genau – so denke ich auch!” und es wird klar: Es ist an der Zeit wieder in meine (Teller-)Mitte zurück zu schwimmen!

Beginne mit dem Warum und ende mit: Yeah!
Heute habe ich mir einen Vortrag von Simon Sinek angesehen: “Beginne mit dem Warum!”
Letzteres, ist für Sinek ein signifikanter Aufhänger um das Thema Marketing besser zu verstehen. Mich hat es anderweitig ‘angeschubst’ und ich habe daraus einfach eine tolle kleine Übung entwickelt, die mir meinen Sonntag morgen versüßt hat und ich Dir super gern vorstellen möchte. Warum? Weil sie das Potential hat Dich in kurzer Zeit zurück in Kontakt mit Dir, Deinem Gespür und Deiner Lebendigkeit zu bringen.Du gewinnst: Freude, neue Motivation und Klarheit für das was Du tust, wo Du stehst oder für das was sich schon an Änderung angebahnt hat und Du schon mit halb gepacktem Koffern an einer Deiner Lebenskreuzungen stehen.

Die Übung: Beginne mit dem Warum.
Warum tust Du was Du tust? Warum machst Du die Arbeit, die Du tust? Was ist das Warum hinter Deiner Firma, Arbeit, Lebensaufgabe? Egal ob Du Mutter, Businessfrau oder Priester bist
Nimm’ Dir ein wenig Zeit, setz’ Dich an einen Platz, an dem Du Dich wohl fühlst, wo Du ein wenig allein sein kannst ODER leg’ gleich da los wo Du jetzt gerade bist: Nimm’ Dir Stift und Papier zur Hand und notiere mind. 10 -20 WARUMS. (Achtung: Geld zählt nicht.)

Hier sind einige meiner Antworten als Beispiel:

Weil ich glaube, dass der Körper uns alle Antworten geben kann, die in unserer Seele verborgen sind. Er ist der Kompass zur Erfüllung unseres Schicksals.

Weil ich es liebe…zu berühren.

Es erdet mich.

Ich mag keinen small talk.

Ich liebe es, weil ich die Essenz des Menschen vor mir berühren kann und wir in einen tiefen Austausch gehen, ohne dass Worte uns den Weg versperren.

Weil ich weiss wie unglaublich gut es tut gesehen und gehört zu werden ohne verurteilt oder gleich mit Ratschlägen überhäuft zu werden.

Weil ich möchte, dass der Mensch vor mir erlebt, dass er/sie nicht im Leid verhaftet bleiben muss.

Weil es ein anderes Leben als das in der ständigen konditionierten Defensive gibt.

Weil auch ich immer wieder nach Antworten suche.

Weil der Mensch, Mensch ist und bleibt – und nicht Maschine.

Weil ich nicht an ‘political correctness’ glaube, denn es entspricht nicht dem Wesen und der Natur des Menschen; in der menschlichen Brust gibt es nicht nur einen Ton, sondern viele. Die schiefen sind wichtig für unsere Authentizität und die höre ich gerne.

Diese Aufgabe entspricht meinem Wesen.

Achtung: Alte, ausgewachsene Ideen oder die Angst vor den noblen Ideen:
Achte beim Beantworten auf die Empfindungen in Dir. Kommen Deine Antworten aus dem Kopf, fühlen diese sich irgendwie holzig an oder spürst Du wie Dir langsam das Herz aufgeht und Dir das Schreiben immer leichter fällt?
Beim Beantworten kommen Dir vielleicht zunächst Antworten, die lange Deiner ursprünglichen Motivation oder Deinen ideellen Werten entsprachen und sich jetzt aber unecht anfühlen: Ein “Ich will die Welt verändern!” hat Dich vielleicht mit Anfang zwanzig noch wie eine Rakete ins Leben starten lassen, fühlt sich mit Ende dreißig aber nicht mehr authentisch an. Kommen Dir diese Art von Antworten, bleib’ ein bißchen dran. Es ist immer noch Wahrhaftiges und Lebendiges darin, aber es ist vielleicht gut konkreter zu werden. ” Ich mag es dem Menschen der gerade vor mir ist zu helfen, in dem ich….”

Bist Du mit der Zeit zu eng und spezifisch geworden, mach’ die Tür mal wieder weiter auf und lass’ auch die kitschigen, großen und noblen Ideen wieder rein- vor allem dann wenn in Dir alles JAAA jubelt!Worauf hast Du Bock?

Dir kommen gar keine Antworten? Tu’ so als ob – was würdest Du gern als Dein WARUM notieren?

Ich wünsche Dir mit dieser Übung eine Freude, die wie Sekt in Dir aufsteigt so wie gute AHA-Erlebnisse. Gern kannst Du im Kommentar erzählen wie es Dir damit ergangen ist. Austausch tut uns allen gut.

Herzlichst,

©Katrin Kelly
www.cranio-sacral-berlin.eu