Über den Körper die Seele heilen – Warum Worte Dich nicht erreichen.

Das Worte manchmal nicht reichen ist Dir sicherlich nicht neu. Du kennst die Momente im Leben, in denen ein ‘Gut-zu-reden’ sei es durch andere oder Dich selbst nur einen kurzen Moment der Erleichterung oder des Mutes bringen, aber nicht nachhaltig wirken. Kaum ist der Moment vorbei, zeigen sie sich wieder: Die Zweifel, die Ängste, die dunklen Wolken oder die körperlichen Beschwerden, für die es doch scheinbar keinen Grund mehr gibt. Du kannst analysieren, reflektieren was das Zeug hält, aber es ändert nichts.

Woran liegt das?
Wenn ich ein Bild malen würde, dann würde es einen Körper zeigen und einen Schwall von Worten, die an diesem abprallen und auf den Boden rieseln. Neurobiologisch lautet die Antwort: Implizites Gedächtnis.

Das wortlose Andere und das implizite Gedächtnis – wie es in uns lebt und wirkt.
Dieses ‘wortlose Andere’ ist verantwortlich dafür, dass Dich vielleicht der Mut immer wieder verlässt, Dir eine 
scheinbar leichteEntscheidung schwer fällt oder die dunkle Wolke der Schwermutes sich wieder über Dir sammelt wie das Schwert des Damokles.

Bei diesem wortlosem Anderen handelt es sich um einen riesigen Ozean aus Erlebtem: Zum einen um lang vergessene oder ins Unbewußte verdrängte Situationen, in denen Du Deine wahrhaftigen Gefühle wie zum Beispiel Trauer oder Zorn nicht ausgedrückt hast. Oder um Wesens – Qualitäten, die nicht gesehen oder sogar bestraft wurden.

Beispiel: Ein Klient, um die 50 Jahre alt, kam mit BurnOut Gefühlen und Herzbeschwerden (ohne organischen Befund) zu mir in die Praxis. Als ich in unserer zweiten Sitzung mit seinem Herzen ‘arbeitete’, brach’ er plötzlich in Tränen aus und der Verlust seiner ersten grossen Liebe brach sich Raum und fand’ Erlösung. Aggression und Zorn ist eine Qualität, die oft nicht ‘geduldet’ oder bestraft wurde, obwohl Aggression (‘direkt auf etwas zugehen’)ohne seine negative Assoziation einfach nur kraftvolle, klare Lebensenergie ist. Weggedrückt findet sie nur verzerrt ‘Ausdruck’: in körperlichen Symptomen, in Jammerei, Depression oder blinder Gewalt.

Frühes Erleben, traumatische Erfahrungen und das implizite Gedächtnis. Zum anderen handelt es sich bei dem, was durch Sprache und Analyse nicht berührt werden kann und als Blaupause für alles in unserem Leben folgt betrachtet werden kann, um (unbewusste) Erfahrungen an unser ganz frühes (Er)Leben so wie traumatische Erfahrungen. Diese werden im impliziten Gedächtnis gespeichert und wirken weiterhin kraftvoll in unser Leben hinein! Was bedeutet das?

Das implizite Gedächtnis ist jener Teil des Gedächtnisses, der sich auf Erleben und Verhalten des Menschen auswirkt, ohne dabei ins Bewusstsein zu treten. Der Begriff dient der Abgrenzung zum expliziten Gedächtnis, das unter anderem das autobiographische oder Episodengedächtnis enthält, also Gedächtnisinhalte, über die verbal berichtet werden kann. (Wikipedia)

Traumatische Erfahrungen, welche wir vor dem dritten Lebensjahr gemacht haben, werden im Stammhirn gespeichert und wirken im impliziten Gedächtnis. Dieses speichert alles, was mit dem erlebten Trauma in Zusammenhang steht, um sicherzustellen, dass wir zukünftig nie wieder in diese Situation kommen. (Dami Charf)

Veränderung wird durch Zugang zum impliziten Gedächtnis möglich.
Dieser Zugang wird über den Körper, über verkörpertes Erleben möglich.

In der Praxis und meiner Arbeit mit Dir geht es also genau darum: Dich in Dein körperliches Erleben zu begleiten. Dir Zeit zu geben, damit Du beginnen kannst Dich (wieder) zu spüren. Oft lagern eine Menge von Gedankenkonstrukten und Alltagsstrategien wie tausende von alten Tapeten oder einem Panzer (Wilhelm Reich) über den Empfindungen; trennen Dich vom Körper, verstärken das Kognitive. Diese werden durch Körperarbeit zunächst nach und nach gelöst bzw. durchlässiger, damit ein vollständiges Leben möglich wird.

Ein weiteres Beispiel: Schwindel und Schmerzen in der Schulter.
Eine Frau kommt mit folgenden Symptomen zu mir: Extremer Schwindel mit stark ausgeprägten Gleichgewichtsstörungen, so wie Schmerzen in der rechten Schulter. Schulmedizinisch liegt kein Befund vor. Schon in den ersten Sitzungen zeigt sich ein großes Ausmass an Trauer und Traurigkeit. Das Ereignis: Der Tod ihres Vaters vor 8 Jahren. Nun entladen sich alle Gefühle, die zum Originalzeitpunkt nicht ausgelebt werden konnten oder zurückgehalten wurden. Auch das erstmal wortlose Gefühl von Schuld lebt hier, dass die Klientin unbewusst in ihrer Lebenskraft beeinträchtigt hat. Aus diesem intensiven Erleben heraus formen ihre Lippen einen Satz: “Wäre ich früher da gewesen, dann wäre er nicht gestorben!”
Das unterdrücken von so starker Energie hat sie förmlich aus ‘der Bahn geworfen’. Ihr ist ‘schwindelig’.

Therapeutischer Dialog mit dem Schmerz in der rechten Schulter.
Wie darf ich Dich ansprechen? Du kannst mich 
Pflasternennen.
Geht es Dir gut dort, in der rechten Schuler von X.
Nein, ich bin gar nicht glücklich.Ich glaube ich gehöre hier nicht mehr hin.
Wann bist Du denn in diesen Körper gekommen. Erinnerst Du Dich noch?
Vor ein paar Jahren.
Gab’ es da etwas Besonderes im Leben von X?
Meine Klientin fängt an zu beben und zu weinen. Sie sagt: Mein Vater….
Pflaster, Du kamst also zur Zeit als ihr Vater gestorben ist?
Ja.
Hattest Du eine positive Absicht für das Leben von X?
Ja. Ich wollte ihr helfen weiter zu leben.
Pflaster hast Du eine Idee was ihr helfen könnte, so dass Du sie verlassen kannst?
Change her mind!
Aha, etwas soll sich in Ihrem Denken verändern?
Sie muss von einigen Dingen loslassen.
So wie den Tod ihres Vaters?
Ja. Sie soll alle Gefühle die damit verbunden sind erlauben…

Zwischen vielen Tränen, und einem Abzittern von Spannung, bewegt sich auch die rechte Schulter immer wieder vehement. Danach ist der Schmerz in der rechten Schulter weg.

*Dies ist ein stark! zusammengefastes Beispiel um Dir/Ihnen einen Einblick zu erlauben, wenn ich über erleben und wahrnehmen spreche. Mit dem Verstand allein hätten wir dies nicht berühren und verändern können. Wir brauchen hier auch Worte, aber sie helfen dann, wenn sie das was gespürt wird benennen.

Mit körperorientierten Grüßen!

©Katrin Kelly

www.cranio-sacral-berlin.eu
katrin@cranio-sacral-berlin.eu

Raus aus der Traumablase oder wie sich Abgespaltenes zeigen kann – eine Erfahrung.

 

Der körperorientierte Prozess, in dem sich abgespaltenes Material, welches in unserem Körper gespeichert ist und zu dem wir zuvor keinen Zugang hatten, zeigt und löst, hat seine ganz eigene nicht-lineare Dynamik. Sprich’, selbst wenn wir kognitiv wissen welche Themen sich dort scheinbar verbarrikadieren, können wir sie nicht über Worte und dem (Kopf-)Willen erreichen. Wir können darüber sprechen und die Erkenntnisse, die wir hier erlangen können durchaus auch unterstützend und erhellend sein, aber ganz lösen um ein ganz neues Erleben unseres Selbst zu erfahren, geht so nicht.

Neurobiologisch lässt sich das ganz einfach so erklären, dass sich Erfahrungen, die für ein System traumatisch waren, in der rechten Gehirnhälfte gespeichert werden – dort hat unser Sprachzentrum kein Zugriff. Es ist non – bzw. pre-verbal, denn viele gespeicherte Erfahrungen führen auch zurück in unsere vorsprachliche, frühe Zeit: Kleinkindalter, Baby, vorgeburtliches Sein bis zur Empfängnis.

Maarten Aalberse, Traumatherapeut, schreibt dazu zum Beispiel:

“Man hat festgestellt, dass bei Personen mit ungelöstem traumbedingtem Stress Teile der linken Hirnhälfte (jene, die mit Sprache in Zusammenhang stehen) ‘still’ sind, wenn die betroffenen Personen an ihr Trauma denken. Dies könnte erklären, warum es oft so wenig wirksam ist Worte und logisches Verständnis zur Heilung zu verwenden…”

Oder noch einmal anders: Diese prägenden Erfahrungen sind im sogenannten impliziten Gedächtnis gespeichert:

Das implizite Gedächtnis ist jener Teil des Gedächtnisses, der sich auf Erleben und Verhalten des Menschen auswirkt, ohne dabei ins Bewusstsein zu treten.Der Begriff dient der Abgrenzung zum expliziten Gedächtnis, das unter anderem das autobiographische oder Episodengedächtnis enthält, also Gedächtnisinhalte, über die verbal berichtet werden kann.

Wir können uns aber für einen Weg entscheiden, der einen Boden für eine Öffnung ermöglichen könnte – und zwar über alle körper-orientierten/erlebnisorientierten ‘Methoden’, die uns unterstützen durch und in unserem Körper zu leben. (Embodiment)                                              

Wenn wir uns selbst gewahr sind, erfahren wir uns, spüren wir uns und damit auch das, was dort vielleicht im Verborgenen wirkt. Du merkst: Es ist ein Weg, der Schritt für Schritt gegangen werden möchte. Der Kopf möchte schnelle Lösungen. Der Körper ist Partner des Lebens: Es möchte vollständig erlebt werden – dies ist prozessorientiert nicht, in erster Linie, lösungsorientiert.

Es folgt ein Erlebensbericht, um diesen Erfahrungszustand einmal anders  als nur durch ‘Wissen’ erklären zu wollen, sondern ein stückweit selbst einzutauchen. Dadurch findest Du Dich vielleicht dort wieder oder etwas wird Dir klarer. Zum Beispiel, wie es, das abgespaltene Material, sich bewegt, abwartet, versucht der Lösung zu entgehen (und warum) und um sich dann letztendlich über und in den Körper zu ergiessen, damit Transformation & Integration geschehen kann:

“Ich erwache aus einem kurzen Schlaf ohne wirklich gespürt zu haben, dass ich schlafe. Ich erwache schockartig und mit einem Atemzug, der mir sagt, dass ich länger den Atem angehalten haben muss.

Ich weiss, mein Kopf weiss, dass ich wach bin, aber ich spüre es nicht. Im Kopf: Panik.  Mein Herz hämmert hart in meiner Brust und ich nehme seine gewaltige Anstrengung wahr mich in diesen Körper zu ziehen, aber ich hänge grösstenteils ausser mir – wie in einem Ballon oder einer Blase; so hängt der Rest von mir mit einem Faden angebunden an meinem Körper. Panik im Kopf. Ich bewege meine Füsse, meine Hände, meine Beine und Arme – das geht, aber ich bin nicht drin.

Da ich diesen Zustand kenne, lässt die Panik im Kopf nach. Ich bin da und doch nicht. Ich bin am Leben, aber nicht im Leben. Das Körpererleben ist komplett reduziert auf eine Art Funktionieren: Ich kann sehen, hören, schmecken, mich bewegen, aber es ist monoton. Andere Menschen, die Ähnliches erleben, beschreiben es mir als ein Gefühl der Trennung ; als sei man vom echten Leben durch eine Wand oder einen dichten Nebel getrennt.

Zuvor gab’ es Streit, aber davor gab’ es Körper-Erinnerungen aus der Kindheit, nächtliches Träumen mit Erinnerungen. Nichts wirklich kognitiv Greifbares. Aber es hat wohl etwas angetriggert.

Auf der meta-Ebene, ist mir irgendwie klar, dass es Streit gibt, weil der Teil in mir, der den Schmerz nicht spüren möchte noch versucht diesen ins AUSSEN, an jemand anderen abzuschieben; durch einen Streit etwas zu verarbeiten oder besser etwas loszuwerden. Das klappt natürlich nicht wirklich; verstärkt den Trigger und die Isolation eher. 

Dann: Allein. Schweigen. Die Blase saugt mich ganz in sich rein. Ich sitze stundenlang so da. Bin mit dem weg-sein da.

Später gehen meine Beine an den Strand. Meine Augen sehen seine Schönheit, aber meine Maschine ist abgeschaltet, denn wenn die Blase den Schmerz absorbiert um mich zu schützen, absorbiert sie leider auch alle guten Gefühle. Alles was Dich und mich zu einem lebendigen, blühenden Menschen macht.

Die Blase und der Rest von mir, den wir Katrin, Melanie, Martin oder Thorsten nennen hangeln sich zombiemässig, aber still durch den Tag. Bis zum Abend.

Etwas später und genauso unvermittelt wie mein Erwachen aus dem Schlaf, öffnet sich die Blase und entleert ihren Inhalt in mich, in meinen Körper rein.

Der (körperliche) Schmerz, den ich nun spüre zerreisst mich fast. Mein Körper und seine Erinnerungen übernehmen nun das Kommando: Lautes Schluchzen wippt meinen Oberkörper ruckartig vor und zurück; Tränen wie Sturzbäche; meine Beine zittern. Ein Schrei fährt aus mir heraus. Ich lasse geschehen.

Erinnerungsfetzen tauchen als Worte und Bilder ab und an auf. Nichts das ich kognitiv hätte produzieren oder vorbereiten können. Es kommt aus meinem Körper nicht aus meinem Kopf.

Der Schmerz und die Scham ist so gross und wenn ich es durch viel Erfahrung und Ausbildungen nicht besser wüsste, nicht vorbereitet wäre, würde ich, würde es, fliehen wollen; hätte die Blase, die alles Lebendige, aber eben auch den Schmerz und die Scham absorbiert, sich vielleicht nicht entladen, wäre das Abgespaltene also nicht spür – und daher erfahrbar und daher integrierbar geworden. Wäre ich also wieder rausgegangen und mein Körper wäre wieder hart geworden.

Ich gehe zu Bett. Roh wie ein Ei, ganz verletzlich, aber auch ganz da.Ich träume über Geburten, muss mich in diesem Traum durch einen ganz engen Kanal drücken. Panik. Jemand ist da und sagt: “Der Raum dahinter ist ganz weit. Du schaffst das.” Ich mache es….

Am nächsten Morgen fühle ich mich vollständig, ganz in meinem Körper drin. Es ist ein unglaubliches Gefühl ganz da zu sein und wieder zu beginnen zu fühlen; aus meiner Verkörperung heraus zu leben. Von Schwarz-Weiss zu Vollfarbig. Ohne Distanz zum Leben.

Ich persönlich glaube, dass die meisten Menschen zu unterschiedlichen Zeiten oder vielleicht auch ein Leben lang unterschiedliche Grade von Dissoziation (er-)leben. Es gibt vielleicht sogar Menschen, die nie wirklich ganz da sind, aber ein sehr ‘erfolgreiches Leben’ führen – mit Job, mit Haus, mit Familie….allem drum und dran, aber dann irgendwann feststellen: “Ich spüre nichts. Ich kann sagen, dass ich meine Kinder liebe, aber ich spüre nichts.” Sobald sie dies bemerken, beginnt der Weg – raus aus der Dissoziation. Die Blase transparenter werden lassen.

Die Blase (wie ich es nenne) erscheint wenn wir Erfahrungen machen, die so schmerzhaft sind, dass unser Reptiliengehirn auf ‘tot stellen’ schaltet bzw. wir etwas abspalten um Schmerz, Scham oder Überforderung mit eigentlich einhergehender Hilflosigkeit nicht spüren zu müssen, denn diese Empfindungen sind besonders in frühen Jahren gefühlt gleichbedeutend mit Vernichtung.

Menschen, die zum Beispiel Opfer von Gewalt werden (Vergewaltigung, Überfall, Mobbing…), können davon berichten: Es ist als würden sie ausser sich stehen und dem Geschehen von einem anderen Ort aus zu-sehen oder sich auf etwas völlig anderes konzentrieren, zum Beispiel auf einen Schrank im Zimmer, eine Blume etc. Auch Zeit verschwindet und es wird später schwer zu beschreiben wie viel (lineare) Zeit vergangen ist, denn in der Blase gibt es dieses Art von Zeit nicht. Leider kommen wir nicht – wie Tiere – nach dem Geschehen sofort wieder aus der Blase raus.

Aber wie gesagt, es gibt auch weniger ‘traumatisch wirkende’ Situationen, die wir (zu) schnell als bedeutungslos abtun, aber die in uns wirken. Wir alle haben zum Beispiel mit Entwicklungstraumata zu tun: Durch Ambivalenz der Mutter zur Schwangerschaft, durch Geburtstraumata, durch traumatisierte Eltern oder Ahnen; einfach durch mangelnde Empathie oder Kälte oder durch absorbierende Dynamiken, in denen das Kind einen ‘gefühlten Mangel’ im Elternteil füllen soll. Hier reicht es zum Beispiel schon, dass ein Vater nicht mit der (beginnenden) Sexualität der Töchter klar kommt und verbal und energetisch übergriffig und beschämend wirkt ohne es vielleicht selbst zu bemerken bzw. es zu bemerken und es für sich auszuhalten statt es an seine Töchter ‘zu schieben’. Hier kann sich bei Töchtern über ein unbewusstes Gefühl von ‘das ist falsch’ so wie einem dazu gehörigen Gefühl von Scham/Ekel eine (eingefrorene) Blockade entwickeln.

Letzteres wird sich in Deinem Leben in Situationen, in denen sich der frühe Anteil überfordert fühlt immer wieder melden – durch Symptome, durch Dissoziation, durch Panik…als Möglichkeit diese ‘alte Wunde’ wahrzunehmen und zu heilen, aber davor haben wir als ‘Erwachsene’ oft grosse Angst. Barbara Sher schreibt dazu:

(…) adults are really afraid what will overwhelm them is a broken heart. They are afraid the pain will flood them and they’ll drown in it. But the flood can save them. In fact, nothing else will make stress disappear.”

In diesem Sinne, hoffe, dass Du aus diesem Bericht etwas für Dich gewinnen konntest. Zum Beispiel zu spüren, dass es Wege aus der Dissoziation gibt, zum Beispiel, dass diese Wege zwar manchmal heftig erscheinen, aber dass es genau diese Flut ist, die Dich ‘retten’ wird.

Alles Liebe,

Katrin Kelly

 

 

 

 

Wenn mein Körper sprechen könnte…

 

Wenn mein Körper sprechen könnte….

würde er oft über mich lachen ” Du hast so viel lebendigen Raum, aber Du hält Dich nur da oben auf!”

Der Kopf mischt sich oft ein: ” Halt die Klappe Körper!” Alles schaltet auf Einbahnstrasse. Tunnelblick. Flacher Atem.

Es könnte so schön sein.

Wenn man durch die Strassen geht sieht man eigentlich nur Köpfe – Köpfe, die von irgendeinem schlaffen, harten oder zu weichen Körper getragen werden. HALT! Einfach HALT!

Wenn ich mich nach unten, innen fallen lasse wird auf einmal alles ganz weit. So viel Raum, weiter Raum. Mein Blick wird weich und weit.

Alles lebt, pulsiert, bewegt, weiss, lacht. Mein Blut fliesst frei und weiss alles von mir. Süsse Geschichten. Alle Geschichten. Alles von mir. Hier und Jetzt.

Dieser Text ist bei einer Übung ‘Automatisches Schreiben’ in meinem Workshop Move & Heal entstanden. Dauer der Übung 4 Minuten.

Übung für Dich:

Was würde Dein Körper sagen, wenn er sprechen könnte? Nimmst Du Dir die Zeit ihm zuzuhören, ihn zu spüren? Nimm’ ein Blatt Papier zur Hand und schreibe los: Wenn mein Körper sprechen könnte…Wenn Du magst kannst Du Dir gern ein Zeitlimit setzen: 4 Minuten, 20 Minuten…

 

Die höchste Form von Erholung!

In meinem heutigem Beitrag geht es um die höchste Form der Erholung.

    Die Wahrnehmung.

Dazu werde ich Euch auch eine kleine Aufgabe mitgeben.

Der Mensch ist so geschaffen, dass sich sein Verhalten in drei Schritten vollzieht: Wahrnehmen, Denken, Tun. Leider ist die Balance dieser Schritte stark verzerrt, denn heute werden der zweite und dritte Schritt überbetont: Kaum nehmen wir etwas wahr und schon denken wir, grübeln wir, suchen wir. Das Ende der Überlegungen sieht dann oft so aus, dass wir mit vielem nicht einverstanden sind und alles verändern wollen. Damit taucht in uns auch der grosse Macher auf, der in hektische Überaktivität fällt.

Meistens nehmen wir nicht wahr. Wir denken.

    Wir sehen nicht, wir hören nicht wir schmecken nicht, wir fühlen nicht.
    Wir denken.

Die Wahrnehmung kommt zu kurz.

Wahrnehmung durch Berührung & Körperarbeit verbessern und vertiefen

Gestern habe ich selbst eine Behandlung erhalten und ich habe gespürt wie sich meine Wahrnehmung und vor allem meine Fähigkeit einfach nur wahrzunehmen verbessert und sich viele ‘Gedanken’ einfach auflösen. Ich erinnere mich gerade auch an einen Klienten, der ganz ‘belastet’ in unsere Sitzung hereinkam. Nach 5 Minuten von Berührung und vertiefter Atmung meintet er dann auf einmal: ‘Ach. Eigentlich ist alles gar nicht schlimm!’ Und das war’s! Manchmal ist es so einfach.

Komm’ in die Wahrnehmung – zu Deinen Empfindungen.

Den Körper bewusst zu spüren – ein erster Schritt zurück zur Wahr -nehmung.
Meinen Körper wirklich zu spüren ist für mich persönlich oft der erste Schritt um wach zu werden und zurück zur Wahrnehmung zu kommen. Vielleicht ist das für Dich auch so.

Heute möchte ich Dir dazu den ersten Schritt der kontemplativen Exerzitien mitgeben: Dort, bei den Schweige – Exerzitien, verbringen wir den ersten Tag unserer Stillezeit in der Natur:

“Geh’ in die Natur hinaus. Geh’ spazieren so wie Du es gewohnt bist. Dann, gehe langsamer, bleibe stehen. Schaue Dir einen Baum an. Lass’ den Baum auf Dich wirken. Kaum hast Du angefangen zu schauen, kommt vielleicht der Gedanke, wie alt der Baum wohl ist. Das ist eine Frage, die vom Kopf kommt. Du bist nicht mehr in der reinen Wahrnehmung. Merkst Du es, kommst Du einfach zur Empfindung zurück. Du lässt den Baum weiter auf Dich wirken. Du hörst einem Vogel zu. Aber Du willst nicht wissen wo er sitzt oder wie er heisst. Du lässt es einfach wirken. Wenn Du Dich zerstreust, kommst Du wieder zurück. Lass Dich nicht vom Verstand verführen, der dann fragen möchte: Warum bin ich zerstreut, was bedeutet es usw.Die Tatsache, dass Du Dich ablenken lässt ist nicht schlimm, komm einfach zurück zu den Empfindungen. Du bleibst im Kontakt mit der Natur: dem blauen Himmel, der Sonnenblume, dem Wind. Wichtig ist, nichts zu beurteile nichts verändern zu wollen, sondern alles so aufzunehmen wie es sich offenbart.” Bleibe auch bei Deiner eigen NATUR: Kommt Langeweile oder Ungeduld? Schau’ wie sich das anfühlt, in Dir, in Deinem Körper. Und schon bist Du wieder bei der Wahrnehmung.

Vielleicht erinnert Dich das an eine unserer Craniositzungen, wenn ich frage: “Und wie ist es jetzt gerade?” und Du bemerkst, dass Du mit deinen Gedanken ganz woanders bist bzw. Du wieder komplett mit dem denken identifiziert bist. Oder wenn ich genau wissen möchte wie sich denn ‘gut’ in Deinem Körper anfühlt?!

Manchmal dauert es lange bis man wieder bei sich angekommen ist. Ich verbringe manchmal Tage damit ‘mich erstmal zu lassen’ – sprich: zum einen nichts oben drauf zu setzen (wie Yoga, Meditation o.ä.) und zum anderen nicht zu lesen, nicht fern zu sehen, die Zeit nicht zwanghaft zu füllen. Das erfordert Einiges aushalten und sich hinhalten: Man ist ja nicht sofort entspannt, lustig, wohlig. Erstmal zeigt sich vielleicht Ungeduld, Unruhe, negative Gedanken, alte Muster – ‘Entzug’ halt. Von dieser ganzen Macher – und Rennerei. Danach und erst danach öffnet sich etwas.

Besser erholt als nach jedem Urlaub
Vielleicht hast Du keinen Tage, aber schau’ mal ob Du eine halbe Stunde, eine Stunde oder sogar zwei in WAHRNEHMUNG verbringen magst. Das geht auch in der Stadt. Du wirst Dich besser erholt fühlen als nach jedem Urlaub, denn diese wahrnehmende Haltung bringt uns in eine neue Erfahrung und fügt unser Erleben als Ganzes wieder zusammen:

Wir brauchen nichts zu Erreichen. Nichts Optimieren. Das machen-müssen bringt Angst und Bedrängnis. In der Wahrnehmung, der kontemplativen Haltung, fällt das weg. Wir sind befreit.

    Vertiefte Gegenwart durch vertiefte Wahrnehmung.

Alles Liebe,

Katrin K.

Auf die Welt gekommen…Cranio & Geburtserleben.

In meiner Tätigkeit als Craniosacral-Therapeutin begegnet mir dieses Thema: ‘Geburt und Geburtserleben’ fast immer. Denn wie Du auf die Welt gekommen bist, kann helfen Muster, die Dir in Deinem Leben vielleicht immer wieder begegnen zu erkennen und besser zu integrieren.

Das hat sich zumindest so in meiner Arbeit gezeigt und bewährt.

Um was für Muster oder Themen kann es sich handeln?
Hier kann es sich zum einen um physiologische Themen handeln, wie zum Beispiel (erhöhte) Spannungsmuster, Augen/Ohrenbeschwerden, Kopfschmerzsymptomatiken und/oder Kiefergelenksbeschwerden – um nur einige zu nennen. Es kann sich aber auch um seelische Themen wie Leistungsdruck, das Gefühl nie zu genügen, das Gefühl immer alles ganz schnell erledigen zu müssen und sich nie eine Pause erlauben zu dürfen oder ein Gefühl von ‘ich bin nicht ganz da’, ich fühle mich als wenn ein Teil von mir immer abwesend ist (‘vernebelt’), handeln.

Gibt es so einen ‘roten Faden’, der sich scheinbar durch Dein ganzes Leben zieht?

Was weisst Du eigentlich über Deine Geburt?
Wurde die Geburt eingeleitet? Gab’ es einen Kaiserschnitt? Saugglocke? Erhielt Deine Mutter unter der Geburt Medikamente? An welchem Ort wurdest Du geboren? Hattest Du Zeit mit Deiner Mutter oder wurdest Du gleich fort gerissen?

Zum Kaiserschnitt sagte eine Hebamme mal: ‘Würden Sie Ihr Kind aus dem 10. Stock werfen?’ – sie zeigt damit auf welchen Effekt die Schnelligkeit auf den/die Neugeborene haben kann.
Und ich sage hier ganz bewusst ‘kann’.

Stärkend, klärend,neue Wahlmöglichkeiten im Leben.
Meine eigenen Erfahrungen zum Thema Geburtserleben waren bisher sehr kraftvoll und vor allem stärkend, denn in Cranio und Geburt geht es nicht wie bei anderen Therapieverfahren um das alte Paradigma ‘dem Urschmerz’, also tiefer in den Schmerz hinein zu gehen, sondern ist lösungs – und ressourcenorientiert. So gelingt es leichter Ängste loszulassen und neue flexible Lebensmuster werden zugänglicher: Von einer ursprünglichen Prägung kommt es doch noch zu neuen Wahlmöglichkeiten im Leben. Oftmals geht es vor allem auch um den Faktor Zeit, denn die fehlte bei den meisten.

Interessiert Dich dieses Thema? Macht irgendetwas in Dir ‘ping’!?
Melde Dich, auch wenn Du Fragen hast bzw. Dich eine Sitzung zu dem Thema ‘Geburtserleben’ interessiert: katrin@cranio-sacral-berlin.eu.

Mit geburtseuphorischen Grüßen,

Katrin Kelly
www.cranio-sacral-berlin.eu

Heilpraktiker Zusatzversicherung – lohnt sich das?

Da die gesetzlichen Krankenkassen keine Naturheilverfahren bzw. eine Behandlung beim Heilpraktiker bezahlen, viele Menschen sich aber vermehrt eine alternative Behandlung wünschen, werde ich öfters gefragt ob sich eine Heilpraktikerzusatzversicherung lohnt, worauf zu achten sei und – in meinem Fall – ob die Craniosacrale Therapie auch erstattungsfähig ist.

Im Dschungel der Angebote! Verwirrende Formulierungen – was ist gemeint? Was betrifft mich?
Daher habe ich mich selbst in diesen Dschungel von Angeboten begeben um zu sehen, was ich Euch empfehlen kann bzw. worauf zu achten ist. Obwohl es schon sehr hilfreiche Übersichtsseiten im Netz gibt, gibt es dennoch Formulierungen, die bei Euch für Verunsicherung sorgen könnten bzw. Aspekte, die gänzlich unerklärt bleiben. So zum Beispiel die Tatsache, dass Heilpraktiker, die die Craniosakrale Therapie anbieten im Leistungskatalog unter ‘Osteopathie’ fallen, zumindest was die Abrechnung nach der Gebührenverordnung betrifft. Das heißt: steht die Osteopathie im Leistungskatalog der Versicherung kann man davon ausgehen dass Cranio mit abgedeckt ist, es sei denn es wird ausdrücklich aufgeführt, dass die Versicherung dies nicht mit abdecken möchte. Oder: Manche Versicherer wollen in Kürze aufzeigen was Ihre Zusatzversicherung versichert und fassen es so zusammen: ‘Untersuchungen und Behandlungen nach dem GebüH und dem Hufelandverzeichnis’. Damit könnte ich persönlich nichts anfangen, wenn ich nicht wüsste was es bedeutet. Ihr? In Kurz: ‘nach GebüH’ bezieht sich auf Heilpraktiker und ihre Angebote, denn diese rechnen nach der Gebüh.(= Allgemeine Gebührenverordnung für Heilpraktiker) ab. Das “Hufeland-Leistungsverzeichnis der besonderen Therapierichtungen” ist eine Abrechnungshilfe für naturheilkundlich tätige Ärzte. Hier findet Ihr ein Inhaltsverzeichnis. 

Ja, es lohnt sich. Aber worauf Ihr achten solltet!
Es lohnt sich in jedem Fall wenn Ihr sehr häufig bzw. regelmäßig zum Heilpraktiker bzw. einem naturheikndlichem Arzt geht. (Mal ganz platt und sehr vereinfacht gerechnet: Du gehst 20 Mal im Jahr zur Osteopathie für 65,- Euro/Sitzung, macht: 1300,- Euro/Jahr als Selbstzahler. Erhälst Du bis zu 1000,- Euro zurück liegst Du bei 300,- plus Kosten für die Versicherung, sagen wir 20,- Euro /Monat, dann liegst Du bei 540,- Euro statt 1300,- Euro).

Zuvor ist es jedoch wichtig die Angebote der einzelnen Versicherer zu prüfen, da es beim Leistungsumfang doch erhebliche Unterschiede gibt. Manche Heilpraktikerversicherungen regulieren Leistungen nur bis 1.000 Euro im Jahr. Andere Tarife hingegen bezahlen bis zu 2.000 Euro im Jahr. Im weiteren gilt es zu unterscheiden zwischen: Krankenzusatzversicherung die eben auch Leistungen für Heilpraktiker vorsehen und Tarifen, die ausschließlich für Behandlungen von Heilpraktikern vorgesehen sind. Welche Therapieverfahren werden erstattet? Ist die Craniosacral Therapie bei den Leistungen dabei? Handelt es sich um eine reine ‘Heilpraktikerzusatzversicherung’ ist es erstmal wichtig, dass es sich um einen Heilpraktiker mit ‘einer vollumfänglichen Heilpraktikererlaubnis’ handelt. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass Heilpraktiker für Psychotherapie (kurz oft: HP für Psych.), auch als ‘kleiner Heilpraktiker’ bekannt, ausgeschlossen sind. Erst dann würde ich einen Blick auf die angegebenen Therapieverfahren werfen, denn es sollten eigentlich alle erstattet werden. Sollte es sich um eine ‘Krankenzusatzversicherung’ handeln bei der u.a. auch, aber nicht nur HP-Leistungen inbegriffen sind, würde ich genauer auf den Leistungskatalog schauen um zu sehen welche alternativen Therapierverfahren erstattet werden.

Craniosakrale Therapie und der Leistungskatalog
Wenn der Leistungskatalog des Versicherers bzw. der Versicherung Osteopathie erwähnt ist die Craniosakraltherapie mitinbegriffen, denn Heilpraktiker, die Craniosacral Therapie anbieten rechnen nach der Gebührenverordnung unter dem Gebührenschlüssel für ‘Osteopathie’ ab. Daher gilt: Ist Osteopathie aufgeführt ist Cranio inbegriffen und damit erstattungsfähig. Ansonsten wird explizit aufgeführt, was nicht erstattet wird, wie zum Bespiel bei einer Zusatzversicherung der AXA, die konkret in ihrem Leistungskatalog angibt, dass sie zwar Osteopathie jedoch nicht die Craniosakrale Anwendung erstattet.Fragt nach.

Wartezeit – was ist das?
Bei manchen Versicherungen kann ich erst nach einer bestimmten Vertraglaufzeit meine ersten Rechnungen einreichen. Bei vielen beträgt diese Wartezeit ca. 3 Monate. Ausnahme ist u.a. die UKV: hier gibt es keine Wartezeit.

Einige Versicherungen im Vergleich:

AXA – EG080
80% Erstattung für Behandlungen beim Heilpraktiker Maximal 500,- Euro Erstattung pro Versicherungsjahr
Wartezeit:keine
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976): 9,43 Euro (kein Cranio und auch nur eingeschränkt Osteopathie)

Gothaer – Medi.Natura Tarif :
100 % Erstattung der Rechnungskosten Maximal 2000,- Euro Pro Versicherungsjahr
(Achtung: 1. Jahr: bis 500,- Euro, 2. Jahr: bis 1000,- Euro, 3. Jahr: bis 2000,- Euro) Wartezeit: 3 Monate
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976):26,33 Euro.

UKVNatur Privat:
80 % Erstattung bis zu 1000,- Euro pro Versicherungsjahr (im den ersten beiden Jahren gelten niedrige Summen, keine genaueren Angaben)
Wartezeit:keine
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976):16,93 Euro

Signal Iduna – Komfort Plus:
Krankenzusatzversicherung
80 % Erstattung pro Versicherungsjahr bis zu 550,- Euro pro Jahr
Wartezeit: nicht angegeben
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976):19,39 Euro.

Asstel – medi Ambulant:
80% Erstattung pro Versicherungsjahr Bis zu 1000,- Euro pro Versicherungsjahr
Wartezeit: 3 Monate
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976):26,33 Euro
Erstattet Geld zurück bei Nichtnutzung.(Siehe Unten)

Araq Tarif 483:
90% Rückerstattung bis zu 2500 Euro Rückerstattung in 2 Versicherungjahren, 1250,- Euro pro Versicherungsjahr.
Wartezeit: 3 Monate
Beitrag monatlich (Beispiel Geburtsjahr 1976): 44,49 Euro

Worauf zu achten ist – in Kürze zusammengefasst:
Handelt es sich um eine Krankenzusatz- oder eine reine Heilpraktikerversicherung? (Unterschiedlicher Leistungsumfang und achte auf Leistungskatalog
Leistungskatalog – welche Verfahren werden erstattet?
80%, 90% oder 100% Rückerstattung?
Wartezeit – gibt es eine, wenn ja, von welcher Dauer
Maximalbeiträge Rückerstattung pro Jahr – gibt es eine jährliche Staffelung? (siehe Gothaer oder UKV) Beitragsrückerstattung wenn ich Heilpraktiker nicht genutzt habe? Ja/Nein? (Beispiel Asstel:Ein Kalenderjahr leistungsfrei – Rückerstattung von drei Monatsbeiträgen, zwei Kalenderjahre leistungsfrei – Rückerstattung von vier Monatsbeiträgen,drei Kalenderjahre leistungsfrei – Rückerstattung von fünf Monatsbeiträgen)
Laufzeit der Versicherung
Was beinhaltet sie sonst noch (Rückerstattung Medikamente/Sehhilfe, Auslandsversicherung…)

Erstattung Zahnersatz, Sehhilfen, Medikamente etc.:
Diese Versicherungen beinhalten u.a. auch Auslandsreiseversicherungen, Zahnersatz, Sehhilfen, Heilmittel und Medikamente.. Diese habe ich in diesem Artikel nicht extra aufgeführt. Ist es für Euch wichtig oder relevant achtet in dem Angebot bitte auch darauf! Die Kombination, die angeboten wird macht den (individuellen) Unterschied.

Hier und hier finden Ihr zwei Übersichtsseiten mit Beitragsrechnungshilfen, die ich gut finde! Abschließend möchte ich sagen, dass ich mit diesem Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, aber hoffe einige Dinge klarer für Euch darlegen konnte und denen, die so wie ich gar keinen Bock ‘auf diese Dinge’ haben, zu ermutigen, denn: es lohnt sich!

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir einen Kommentar hinterlassen würdet. War dieser Beitrag hilfreich? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Heilpraktiker- oder anderen Zusatzversicherungen gemacht? Habe ich etwas Wichtiges vergessen?

Mit aufklärenden Grüßen,
Katrin Kelly
www.cranio-sacral-berlin.eu

Menstruationsprobleme – zu schwach? PMS? Krämpfe? 3 Tips.

Ich möchte Euch gern ein paar Tips weiterleiten, die mir selbst und auch einigen meiner Klientinnen bei Menstruationsproblemen, insbesondere bei PMS, Schmerzen und zu schwacher Blutung geholfen haben.

Rosmarin, Frauenmantel und Schafgarbe als kleine Helfer bei Frauenleiden.

Schwache Periode: Rosmarin Fussbad
Dieses Fussbad wirkt wahre Wunder. Während viele Frauen oftmals über eine zu starke Blutung klagen lag’ bei mir, unter anderem auch durch jahrelanges und hartes Tanztraining, immer eher das Gegenteil vor und ich beneidete die anderen fast um diesen starken ‘Fluss des Lebens’.

3 Tage vor Regelbeginn abends ein Fussbad mit 5-10 Tropfen Rosmarinöl (ätherisches Öl) oder frischem Rosmarin machen.
Wassertemperatur: so heiß, dass es gerade noch auszuhalten ist. 10 – 15 Minuten. Danach schlafen gehen.

Rosmarin: Tee und Urtinktur.
Rosmarin kann zusätzlich auch regelmäßig als Tee getrunken werden.
Persönlich bevorzuge ich derzeit die Urtinktur ‘Rosmarinus’. Urtinkturen werden aus Frischpflanzen durch Extraktion hergestellt. Man bekommt sie in der Apotheke.Von diesen Tropfen nimmt man 1-3 Mal täglich 2-5 Tropfen in wenig Wasser. Wenn ich Zeitmangel habe, nehme ich auch schon mal 10 tropfen 1 Mal pro Tag.

Wirkung und Wesen von Rosmarin.
Rosmarin kann ausbleibende Periodenblutungen auslösen und Menstruationskrämpfe lindern.Er wirkt durchblutungsfördernd und durchwärmt den Körper. Er verbessert den Kreislauf, stabilisiert tiefen Blutdruck und wirkt Blutarmut entgegen.
Zum Wesen der Pflanze schreiben Roger und Hildegard Kälbermatten in ihrem Buch ‘Pflanzliche Urtinkturen’ Folgendes:”Das Wesen des Rosmarins entzündet den Geist, begeistert. Rosmarin feuert an, schenkt Energie.” So wird er auch gern bei ausgeprägter Kältempfindung eingesetzt.

Schwache/Starke Periode/Krämpfe und PMS: Ausgleichende Teemischung:
Frauenmantelkrauttee und Schafgarbe trinken. Es wirkt ausgleichend, krampflösend

Ich trinke gern eine Mischung aus beiden Tees. Da ich an Kräutertees gewöhnt bin, mag ich diese Tees eigentlich immer und trinke sie regelmäßig,so können sie ihre Wirkung natürlich besser entwickeln, aber frau kann sie auch vor Beginn der Periode oder bei ersten PMS Symptomen trinken.

Frauenmantel
Traditionell ist der Haupteinsatzbereich des Frauenmantels die Frauenheilkunde.
Das liegt unter anderem an seinem Pflanzenhormonen, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Dadurch kann der Frauenmantel Mangelzustände ausgleichen, die zu prämenstruellen Störungen und zu Wechseljahrsbeschwerden führen. Zudem wirkt das Frauenmantelkraut entkrampfend.

Als Tee getrunken lindert er nahezu alle Arten von Frauenbeschwerden, seien es Periodenkrämpfe, Prämenstruelles Syndrom oder Beschwerden der Wechseljahre.

Zum Wesen der Pflanze schreibt das Ehepaar Kälbermatten hier u.a.: ” Alchemilla steht für die Bejahung der weiblichen Rhythmen und des Frauseins.Auf der seelischen Ebene stärkt er den Mut zur echten Weiblichkeit: eine zu starke oder zu schwache Betonung des Frauseins wird ausgeglichen…”

Schafgarbe
Die Schafgarbe wird auch “Mutterkraut” genannt und weist damit schon auf ihre heilende Wirkung bei Frauenleiden hin. Schafgarbentee ist hilfreich bei Prämenstruellem Syndrom, krampfartigen Schmerzen im Unterleib und Durchblutungsstörungen im “kleinen Becken”.

Beide Tees haben natürlich noch mehr Anwendungsgebiete. Die Schafgarbe heißt nicht umsonst auch ‘Bauchwehkraut’. PatientInnen mit Magendrücken, Magenbeschwerden und mangelndem Appetit haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Schafgarbe enthält Bitterstoffe, die die Bauchspeicheldrüse, die Leber und den Magen anregen.
Im Frauenmantel wirkt der hohe Anteil an Gerbstoffen leicht stopfend. Das ist hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere bei Durchfall.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesen Tips ein stückweit helfen und Dich in Deinem Frausein unterstützen. Umarme Dich und Deinen Körper, besonders in der Zeit der Blutung. Umarme Dein Frausein, diesen direkten Kontakt mit Natur und Natürlichkeit, dem ‘Unterliegen’ von zyklischen Veränderungen – denn auch in der Annahme, im Spüren, im Erlauben liegt Entspannung und ganz viel Heilsames.

Bitte konsultiere auch Deine Heilpraktikerin, Frauen – oder Hausärztin sollten Beschwerden auftreten, die Dich verunsichern. Dies sollte zunächst abgeklärt werden.

Gern kannst Du auch unter dem Artikel ein Kommentar mit Deinen Erfahrungen hinterlassen.

Herzlichst,

Katrin Kelly
www.cranio-sacral-berlin.eu