Manchmal geht man sich verloren….

März 22nd, 2016

Manchmal geht man sich verl o ren.

Steht neben sich.
Ist unzufrieden.
Nörgelig.

Fühlt sich nicht gut an.

Mir ging’ es vor ein paar Wochen so.

Fühlt sich ausgetrocknet an – in der Seele. Als wenn alle Farben aus den Bildern verschwinden.

Du kennst das? Neben der Spur, nichts löscht deinen Durst?

Wie ich und Du das merken:

I r r i t a t i o n – bei den kleinsten Dingen, könnten wir an die Luft gehen.

Eine gewisse Form von Leeethaaargiiie (Ich könnte jetzt auch einfach…ach,egal…)

Humor – was ist das?? Ich gehe im Keller zum Lachen, aber ich vergaß: Ich habe ja gar keinen Keller.

Ich bin? Ich funktioniere? Ist das nicht das Gleiche?

In den wacheren Momenten steigt noch das Gefühl in Dir auf: ‘Ich weiss gar nicht wie ich hier weg komme, rAUs komme oder gar wieder REIN komme.’

Die Antwort ist: Schritt für Schritt.
(“Mann ist das anstrengend! Kann das nicht irgendeiner einfach machen?!” sagt so eine resistente Teilpersönlichkeit in mir/Dir.)

Nein! Schluss jetzt mit diesem kleinen inneren Schweinehund!

Du packst Dich und Deinen Schweinehund also am Hosenboden und hievst Dich Schritt für Schritt aus diesem Mief der Unachtsamkeit, der Unzufriedenheit und des schwarz-weiß Sehens.

Und mit jedem Schritt triffst Du langsam wieder auf:

Die ersten kleinen Impulse von Freude
(Du nimmst die kleine Blume im Hof war, die sich trotz aller Widrigkeiten durch die harte Erde drängt und blüht, ganz egal ob sich jemand für sie interessiert.Gibt es da eventuell die Möglichkeit eine Parallele zu deinem Leben zu ziehen?)

Einen besseren Start in den Tag: Die Gedanken direkt nach dem Aufwachen sind nicht gleich: !…….! Bettdecke über den Kopf.
“Bitte lass’ mich für immer eine Amöbe sein!”

HUMOR macht sich langsam wieder breit – das verbessert die Beziehung zu Dir und Deinen Mitmenschen.Ausserdem zeigt Humor, das wir nicht alles so schrecklich ernst nehmen. Uns selbst schon einmal gar nicht. Der lichte Platz in Dir ist angeknipst.

Dankbarkeit wird wieder die leise Melodie deines Lebens.

Vertiefte Gegenwart: Dein Zeiterleben verändert sich. Nicht mehr aufgespannt auf der linearen Zeitlinie, sondern ein Gefühl von Ich bin Zeit, kann sich einstellen. Vertikal geht auch.

So fühlt sich Dein Leben wieder reicher und voller an – und das ohne große Reisen oder ohne gleich den Job zu kündigen und Erntehelfer in ‘weiss-Gott-wo’ zu werden. Ohne im Außen nach neuen Quellen zu suchen, denn die Quelle, die Du suchst ist schon da.

Wie packe ich mich also am Hosenboden und hol’ mich daraus?

Schau mal nach: Von welchen Quellen schöpfst Du um Deinen Durst (nach Leben) zu löschen?:
Wie verbringst Du Deine Zeit? Wie nährst Du Deinen Geist? Einseitig? Überladend?

Nicht erlaubt sind: TV Glotze, Facebook und Co, lesen (begrenzt),Internet.
Füllt die feinen weichen Nervenzellen mit….Luft.

Das A+0= SCHLAFEN – SCHLAFEN – SCHLAFEN

Manchmal habe ich das Gefühl der moderne Mensch hat Angst vorm Schlafen. Aber mal wirklich viel Schlafen und sich ganz der eigenen Erschöpfung ausliefern ist wunderbar.
Irgendwann wacht man auf und ist ganz anders präsent.
Geh’ in die Ruhe und lass’ Dich wann immer Du kannst.(Du hast keine Zeit? Doch! Lass die Nachrichten weg, das Lesen der Tageszeitung und Du hast mind. 15 Minuten.)
Hierzu brauchst Du auch erstmal keine (inneren) Haltungen, Übungen, Ausrichtungen einnehmen. Sei’ einfach – leg’ Dich auf’s Bett, auf den Boden. Schau’ aus dem Fenster…

Erst dann können ein paar Übungen folgen, die Dich unterstützen können Deine Zeit wieder konkreter zu gestalten und zu erleben.

Hier zum Beispiel 2 Übungen aus ” Der Weg des Künstlers” von Julia Cameron.
Ein Buch auf welches ich total gern zurück greife.

– Life Pie

Der Lebenskuchen. Nimm’ ein Blatt Papier und male einen großen Kreis darauf; diesen unterteilst Du wie ein Stück Torte in 6 Stücke/Teile. Jeder Abschnitt steht für einen Lebensbereich:

Romantik/Liebe – Arbeit – Bewegung/Exercise – Spiritualität – Freunde/Freundschaften/ – Play/Abenteuer/Kreativität

Jetzt machst Du einen Punkt in jeden Abschnitt: Weiter innen steht für eher nicht so prickelnd gerade und weiter außen am Kuchenrand ‘bin grad’ gut dabei’, ‘läuft gut’. Dann verbindest Du die Punkte. Es wird klar was los ist und welche Bereiche vielleicht mehr Aufmerksamkeit brauchen! Mach’ es zu deinem Mandala.

– 5 Imaginary Lives:

Welche Berufe würdest Du Dir spannend oder spassig vorstellen?
Schäfer, Florist, Priester, Tierarzt, Hebamme, Bauer, Masseur, Politiker….? Was wäre daran FUN?
Setze in der nächsten Woche oder in den nächsten Tagen davon etwas um. Wählst Du Florist: Kaufe oder pflanze Blumen, gehe in den Botanischen Garten, lerne etwas über Blumen, die Dich interessieren. Oder – Masseur: Buche eine Massage oder Behandlung (zum Beispiel bei Katrin Kelly), die Dir gut tut oder einen Workshop in dem Du mehr über heilsame Berührung lernst….Aus den oben genannten entwickeln sich ganz schnell kleine Freuden und Aktivitäten, die sich ganz leicht umsetzen lassen und Deinen inneren Punk wieder zum Leben erwecken.

Wenn Du das liest und denkst: Ah, schon wieder: Wie werde ich besser, kreativer, toller dann…

Hast Du noch nicht geschlafen…und…..
bist eventuell in dieser festgefahrenen Situation sind, weil Du Dich nur noch mit Selbsterfahrung und Entfaltung beschäftigst. Hier empfehle ich Dir einen Besuch bei Rossmann/Bücherecke: ” Ich bleib’ so Scheiße’ wie ich bin!”
Das hat mir auch mal den Tag versüßt. Und ich habe bei Rossmann gelacht – und nicht im Keller.

Viel Spass! Burst into spring.

Katrin Kelly
www.cranio-sacral-berlin.eu